Zeit schenken statt Minuten zählen

Artikel von Irina Simone Fischelmair

„Zeit habe ich nicht.“ – „Zeit nehme ich mir.“

Letzte Woche im HeartBeat Ausbilder:innen-College: Eine Diskussion, die sich immer wieder zeigt – die Frage nach der Zeit in der Lehrlingsausbildung. Und mittendrin dieser eine Satz einer Teilnehmerin, der hängen blieb: „Zeit nehme ich mir.“

Viele Ausbildner:innen stehen vor derselben Herausforderung: Wie lässt sich eine gute Lehrlingsentwicklung in den Arbeitsalltag integrieren, wenn das Tagesgeschäft schon alles abverlangt? Und ja – Zeit ist oft knapp. Vor allem, wenn Ausbildung „nebenbei“ mitlaufen soll.

Aber vielleicht ist Zeit in diesem Zusammenhang keine Ressource – sondern eine Frage der Haltung.

Zeit schenken heißt Aufmerksamkeit schenken

Natürlich wäre es ideal, fixe Zeiten einzuplanen – für Erklärungen, Ausprobieren, Feedbackgespräche mit Lehrlingen. Aber auch kleine, ungeplante Begegnungen können viel bewirken. Was zählt, ist: präsent sein.

Den Lehrling nicht nur als Arbeitskraft sehen, sondern als Mensch. Kurz innehalten. Fragen stellen. Hinhören. „Wie geht’s dir heute?“ – solche Gespräche dauern oft keine drei Minuten, schaffen aber echte Verbindung. Genau hier beginnt Persönlichkeitsentwicklung.

Lehrlingsgerechte Unternehmenskultur entsteht im Kleinen

Lehrlinge, die sich gesehen und ernst genommen fühlen, bringen sich anders ein. Sie fragen nach, übernehmen Verantwortung, entwickeln Ideen mit. Wer sie stärkt, stärkt auch das Unternehmen – nachhaltig. Genau das ist der Kern einer lehrlingsgerechten Unternehmenskultur.

Lehrlingsentwicklung braucht Haltung – nicht mehr Stunden

Gute Lehrlingsausbildung ist keine Aufgabe on top. Sie ist Teil der täglichen Zusammenarbeit. Und oft beginnt sie dort, wo jemand kurz innehält – und echtes Interesse zeigt.

Wann hast du deinem Lehrling zuletzt eine echte Frage gestellt?

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